Im Rahmen der Errichtung eines neuen Wohngebäudes der Diözese Bozen-Brixen, vollständig in Massivholzbauweise nach dem KlimaHaus-Standard A-Nature in Brixen, hat Energytech die Planung (vollständig in BIM) sowie die Bauleitung sämtlicher mechanischer, elektrischer und spezieller Anlagen übernommen.
Das Projekt legt den Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit und Regionalität:
„Das Ziel dieses Projekts ist es, als Ortskirche ein Zeichen der Nachhaltigkeit, der sozialen Verantwortung und der Unterstützung lokaler Kreisläufe zu setzen, das über Brixen hinauswirken und vielleicht auch für andere Bauprojekte beispielgebend sein kann“, erklärt Diözesanbischof Ivo Muser.
Aus diesem Grund wird das Gebäude ausschließlich von lokalen Unternehmen und Handwerksbetrieben, koordiniert durch das Handwerkernetzwerk A-Net, realisiert – um die regionale Wirtschaft zu stärken. Die eigentliche Besonderheit des Gebäudes ist jedoch die Bauweise in Holz, einem besonders nachhaltigen Baustoff. Dabei handelt es sich größtenteils um Holz, das durch die Sturmschäden der Windwurfsituation „Vaia“ im Jahr 2018 anfiel.
Ing. Georg Felderer von Energytech erläuterte bei der Einweihung:
„Ein nachhaltiges Gebäude umfasst auch ein nachhaltiges Energiekonzept. Für thermischen und hygienischen Komfort sind Deckenheizelemente aus Lehm vorgesehen, die für wohlige Wärme und ein ausgewogenes Feuchtigkeitsniveau sorgen. Eine ausreichende Frischluftzufuhr garantieren hygienische Lüftungssysteme, die kontinuierlich Luft austauschen und dank Wärmerückgewinnung stets gute Luftqualität bei geringem Energieverbrauch sicherstellen. Elektrosmog wird durch eine spezielle Installation konsequent vermieden.
Bei gleichem Komfort im Gebäude ist die Energieversorgung durch den Einsatz erneuerbarer Energien optimiert. In Brixen wird selbstverständlich Fernwärme genutzt, die hauptsächlich aus Holzpellets mit erneuerbarer Energie und aus hocheffizienten Anlagen gespeist wird. Auf dem Dach deckt eine thermische Solaranlage einen beträchtlichen Teil des Warmwasserbedarfs und in Übergangszeiten auch den Heizwärmebedarf. Den Stromverbrauch in den Allgemeinbereichen deckt eine Photovoltaikanlage.
Vereinfacht gesagt, ist BIM ein digitales Gebäudemodell, das sämtliche Eigenschaften der einzelnen Bauteile enthält. Dies reicht von der Definition der Gebäudehülle bis zu den einzelnen Anlagenteilen. Je nach Bedarf umfassen die Informationen im Modell Materialeigenschaften, technische Daten, Kosten, Wartungsanforderungen oder Nachhaltigkeitsinformationen. Im Idealfall begleitet das digitale Modell das Gebäude von den ersten Planungsphasen bis zum Ende seiner Lebensdauer. In der Planungsphase erstellt das Planungsteam das integrierte Modell. Während der Bauausführung wird es für die Errichtung und Bauüberwachung genutzt, kontinuierlich aktualisiert und mit den tatsächlich eingebauten Komponenten ergänzt. Nach Fertigstellung wird das digitale Abbild des realisierten Gebäudes an den Bauherrn übergeben, der es weiterhin als Baudokumentation sowie für Wartung und Instandhaltung nutzen kann.“